Wie erfolgt die EBV-Übertragung?

Wie erfolgt die EBV-Übertragung?

Die Übertragung des Epstein Barr Virus erfolgt von einem Menschen zu einem anderen. Meistens geschieht dies auf der Basis von infektiösem Mundspeichel durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektionen, seltener durch eine Schmierinfektion. Über die Inkubationszeit gibt es sehr konträre Annahmen. Wenngleich im Allgemeinen davon ausgegangen wird, dass die Ansteckungsgefahr bei Kindern zwischen sieben und neun Tagen, sowie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen vier und sechs Wochen liegt, deuten einige Studien und Erfahrungen inzwischen darauf hin, dass die Ansteckungszeit sogar bis zu 18 Monate betragen kann. Dies gilt auch dann, wenn sich die Symptome schon längst vollständig zurückgebildet haben. Damit eine Übertragung erfolgen kann, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich. So muss der übertragende Mensch die Erkrankung bereits durchgemacht haben und Viruspartikel ausscheiden, die andere Person darf bisher noch nicht infiziert worden sein.

Übertragung Mund zu Mund:

Auch wenn es für die Übertragung des EBVs mehrere Möglichkeiten gibt, so erfolgt die Virusweitergabe doch in der Regel direkt von Mund zu Mund in Form eines infektiösen Mundspeichels. Dies ist auch der Grund, warum die aus dem EBV resultierende Erkrankung Pfeiffersches Drüsenfieber auch den Namen „Kusskrankheit“ (Kissing Disease) trägt. Bei der Übertragung von Mund zu Mund gelangen die Viren direkt in die Schleimhautzellen innerhalb des Rachenraumes. Diese Schleimhautzellen werden auch als Epithelzellen bezeichnet.

Übertragung durch Tröpfchen

Die Ansteckung mit dem EBV kann auch über eine Tröpfcheninfektion in Form von Husten und Niesen eines infizierten Menschen erfolgen. Bei der neu infizierten Person sind bei diesem Übertragungsweg zumeist die Schleimhäute der Nase, des Mundes und des Rachens zuerst betroffen. Übertragung Handkontakt und Gegenstände Generell ist eine Übertragung über die Hände möglich. Auch über Türklinken und andere Gegenstände kann das Epstein-Barr-Virus leicht übertragen werden. Da die Virusübertragung durch verschiedenartige Speichelkontakte erfolgen kann, kommt es gegebenenfalls auch durch das Trinken aus derselben Flasche, sowie durch das Benutzen desselben Geschirrs und ungewaschenen Bestecks zu einer Virusübertragung. Eine weitere Gefahrenquelle bedeutet das Füttern von Kleinkindern, wenn die Eltern und das Kind vom gleichen Löffel essen. Überhaupt gibt es durch den Kontakt mit Kleinkindern besondere Infektionsgefahren. So kommen Kleinkinder häufig durch den Austausch von Spielzeug mit infektiösem Speichel in Kontakt, sodass eine Virusübertragung oftmals zwischen den Kindern erfolgt.

Übertragung durch Geschlechtsverkehr:

Eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr wird vermutet, weil das Virus über männliche und weibliche Genitalsekrete ausgeschieden wird. Wenn die Infektion über diesen Übertragungsweg erfolgt, befallen die Viren Epithelzellen der Scheide beziehungsweise Epithelzellen des Gebärmutterhalses.

Ansteckung mit dem Epstein Barr Virus durch medizinische Eingriffe

Eine weitere, wenn auch seltenere, Übertragungsmöglichkeit besteht durch Blutprodukte und Transplantationen. Inwieweit das Virus übertragen wird, und im Nachhinein bekämpft werden kann, hängt stark vom Abwehrsystem ab. Je stabiler dieses ist, desto größer ist die Chance, dass der Körper keinen Schaden nimmt.

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