Das Epstein-Barr-Virus

Das Epstein-Barr-Virus

Heutzutage zählt das EBV zu den häufigsten Viren, mit denen der menschliche Organismus infiziert werden kann. Hauptsächlich wirkt es als Auslöser des Pfeifferschen Drüsenfiebers, aber es kann auch zu diversen anderen Krank-heiten führen oder deren Entstehung zumindest begünstigen.

Lange Zeit wurde dieses Virus völlig unterschätzt – auch heute noch gilt es vielfach als ein harmloses Virus, das „man halt so mit sich herumträgt“. Tatsächlich ist die Durchseuchungsrate mit dem EBV ganz enorm, denn mittlerweile gilt fast jeder erwachsene Mensch als Träger dieses Virus. Eine so extreme Infektionsrate von fast 100 % lässt darauf schließen, dass wir es hier mit einem hoch intelligenten Virus zu tun haben. Dieser Erfolg wird auf eine ungewöhnliche Infektionsstrategie zurückgeführt, über die das EBV ganz offensichtlich verfügen muss, auch wenn viele Mechanismen seiner Über-lebensstrategien noch immer nicht vollständig entschlüsselt sind.

Das EBV gehört zur Familie der Gamma-Herpesviren

und wird demnach auch als Humanes Herpesvirus 4 (HHV4) bezeichnet. Die Herpesfamilie besteht insgesamt aus über 90 verschiedenen Viren, allerdings sind die meisten bis-lang nur bei Tieren relevant. Für den menschlichen Organismus sind derzeit 4 Virustypen bekannt, nämlich das Herpes simplex (HSV1 im Kopf- und HSV2 im Genitalbereich), Epstein-Barr-Virus (EBV), das Zytomegalie-Virus (ZMV) und Varizella-Zoster. Wenn man von Herpesviren spricht, die bei Menschen vorkommen, geschieht dies meist in Verbindung mit dem Herpes-simplex-Virus (HSV) Typ 1. Dieses Virus kann ohne Zweifel als das prominenteste Mitglied der Herpesgruppe angesehen werden, denn bei vielen Millionen Menschen äußert sich diese Infektion durch die bekannten schmerzhaften Lippenbläschen. Aber auch im Genitalbereich kann eine Virusinfektion zu unangenehmen Symptomen führen, hierfür ist das Herpes Typ 2 verantwortlich. Das Varizella-Zoster-Virus ist als Erreger für Windpocken und Gürtelrose bekannt.

Grundsätzlich sind Symptome am gesamten Körper möglich, sodass man einige Beschwerden im ersten Moment gar nicht in Verbindung mit einer Herpesinfektion bringt. So entstehen beispielsweise auch im Anal- und Gesäßbereich unansehnliche nässende und juckende oder brennende Pusteln, die teilweise eine hochinfektiöse eitrige Flüssigkeit enthalten….Lesen Sie mehr in unserem Ratgeber “Das unterschätzte Epstein-Barr-Virus” von Sigrid Nesterenko.

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